Was ist ein Aufmaß?
Aufmaß einfach erklärt
In einem Angebot stehen geplante oder ausgeschriebene Mengen. Das Aufmaß zeigt, welche Menge tatsächlich ausgeführt wurde. Es verbindet damit die Leistung auf der Baustelle mit der zugehörigen Position und der späteren Abrechnung. In Deutschland ist dafür die Schreibweise Aufmaß gebräuchlich; in der Schweiz heißt derselbe Begriff Ausmass.
Ein Aufmaß besteht nicht nur aus einer Zahl. Die Herleitung muss so dokumentiert sein, dass sie geprüft werden kann: beispielsweise Länge mal Höhe, Anzahl Bauteile, markierte Planfläche oder einzelne Detailmengen.
Was gehört zu einem nachvollziehbaren Aufmaß?
- Projekt und betroffener Bauabschnitt oder Bauteil
- Referenz auf die passende Position im Leistungsverzeichnis
- Datum oder Messperiode
- Teil- und Detailmengen mit Rechenweg
- Einheit der Position
- Planverweise, Skizzen, Fotos oder Messblätter
- Abzüge, Zuschläge und angewendete Messregeln
- Prüfstatus oder Bemerkungen der Beteiligten
Beispiel
Für eine Fassadenfläche sind im Leistungsverzeichnis 520 m² vorgesehen. Nach Ausführung werden vier Teilflächen mit 142, 168, 96 und 121 m² ermittelt. Öffnungen und vertraglich definierte Abzüge werden separat dokumentiert. Die geprüfte Gesamtmenge beträgt 511 m². Statt nur die Endzahl einzutragen, bleiben Teilmengen und Planbezug erhalten.
Aufmaß und Regiebericht
Das Aufmaß ermittelt Mengen zu bestehenden Leistungspositionen. Ein Regiebericht dokumentiert Aufwand, der nach Zeit, Material und weiteren Ressourcen abgerechnet wird. Bei einem Projekt können beide Grundlagen benötigt werden: ausgeführte Vertragspositionen über das Aufmaß, zusätzliche Arbeiten über Regie oder Nachtrag.
Was passiert bei Mengen- oder Leistungsänderungen?
Eine Mengenabweichung ist nicht automatisch dieselbe Sache wie eine neue Leistung. Gehört die Arbeit zur bestehenden Position, wird die tatsächliche Menge im Aufmaß festgehalten. Ist eine zusätzliche oder geänderte Leistung notwendig, können ein Nachtragsangebot oder eine Regiedokumentation erforderlich sein. Welche Behandlung richtig ist, hängt von Vertrag, Position und konkreter Situation ab.
Typische Fehler
- Es wird nur eine Gesamtmenge ohne Teilmengen oder Rechenweg erfasst.
- Messungen sind keiner eindeutigen Position zugeordnet.
- Planstand, Bauabschnitt oder Datum fehlen.
- Unterschiedliche Einheiten werden vermischt.
- Änderungen werden erst am Projektende rekonstruiert.
Digitales Aufmaß
Digital erfasste Detailmengen bleiben der Angebotsposition zugeordnet, werden summiert und bilden eine nachvollziehbare Grundlage für die Abrechnung. Mit den Angebotsfunktionen von Caturix bleiben Leistungsverzeichnis, Positionen, Aufmaß und Projekt miteinander verbunden.
Häufige Fragen zum Aufmaß
Wann wird das Aufmaß erstellt?
Idealerweise fortlaufend nach messbaren Bauabschnitten und nicht erst am Projektende. Verdeckte oder später nicht mehr zugängliche Leistungen sollten rechtzeitig dokumentiert werden.
Kann das Aufmaß aus Plänen ermittelt werden?
Je nach vereinbarter Methode können Planmengen verwendet werden. Entscheidend ist, dass Planstand, Herleitung und etwaige Abweichungen zur tatsächlichen Ausführung nachvollziehbar bleiben.
Wer prüft das Aufmaß?
Die Erfassung erfolgt häufig durch das ausführende Unternehmen; die Prüfung richtet sich nach Projektorganisation und Vertrag. Unklare Teilmengen sollten früh gemeinsam bereinigt werden.
Häufige Fragen
Wann wird das Aufmaß erstellt?
Idealerweise fortlaufend nach messbaren Bauabschnitten und nicht erst am Projektende. Verdeckte oder später nicht mehr zugängliche Leistungen sollten rechtzeitig dokumentiert werden.
Kann das Aufmaß aus Plänen ermittelt werden?
Je nach vereinbarter Methode können Planmengen verwendet werden. Entscheidend ist, dass Planstand, Herleitung und etwaige Abweichungen zur tatsächlichen Ausführung nachvollziehbar bleiben.
Wer prüft das Aufmaß?
Die Erfassung erfolgt häufig durch das ausführende Unternehmen; die Prüfung richtet sich nach Projektorganisation und Vertrag. Unklare Teilmengen sollten früh gemeinsam bereinigt werden.