Was ist Auslastungsplanung?

Die Auslastungsplanung vergleicht die verfügbare Kapazität eines Betriebs mit bereits geplanten und erwarteten Aufträgen. Sie zeigt frühzeitig, wo Mitarbeitende oder Maschinen überlastet sind und wo noch freie Kapazität besteht. Damit unterstützt sie Terminentscheide, Personalplanung und Auftragsannahme.

Wozu dient die Auslastungsplanung?

Während die tägliche Einsatzplanung konkrete Teams und Ressourcen verteilt, blickt die Auslastungsplanung weiter nach vorne. Sie zeigt, ob die vorhandene Kapazität zu den zugesagten und wahrscheinlichen Arbeiten passt. Das hilft beispielsweise bei der Frage, ob ein zusätzlicher Auftrag im gewünschten Zeitraum realistisch ist.

Eine gute Auslastungsplanung betrachtet nicht nur Arbeitsstunden. Je nach Betrieb können bestimmte Qualifikationen, Fahrzeuge, Maschinen oder Gerüstmaterial der eigentliche Engpass sein.

Welche Daten werden benötigt?

     
  • verfügbare Mitarbeitende und vertragliche Arbeitszeiten
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  • Ferien, Abwesenheiten, Feiertage und geplante Weiterbildungen
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  • laufende Projekte mit erwartetem Restaufwand
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  • beauftragte Projekte mit geplantem Start und Ende
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  • wahrscheinliche Offerten oder Reservierungen
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  • Kapazitäten von Fahrzeugen, Maschinen oder spezialisierten Teams

Ein vereinfachtes Beispiel

Acht Mitarbeitende hätten in einer Woche zusammen 320 Stunden. Wegen Ferien und Weiterbildung stehen 288 Stunden zur Verfügung. Für laufende und bestätigte Arbeiten sind 250 Stunden geplant. Die rechnerische Auslastung beträgt damit rund 87 Prozent. Diese Zahl ist nur ein Ausgangspunkt: Wenn für einen Auftrag zwei Personen mit einer bestimmten Ausbildung benötigt werden und beide belegt sind, besteht trotz freier Gesamtstunden ein Engpass.

Schritt für Schritt planen

     
  1. Planungshorizont festlegen, beispielsweise zwölf Wochen.
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  3. Verfügbare Kapazitäten pro Team oder Ressourcentyp erfassen.
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  5. Gesicherte Aufträge mit realistischem Aufwand einplanen.
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  7. Wahrscheinliche Aufträge getrennt als Szenario berücksichtigen.
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  9. Überlast, Leerlauf und kritische Einzelressourcen markieren.
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  11. Regelmässig mit rapportierten Ist-Zeiten abgleichen.

Typische Fehlinterpretationen

Eine hundertprozentige rechnerische Auslastung ist nicht automatisch optimal. Anfahrten, kurzfristige Änderungen, interne Arbeiten und unvorhergesehene Unterbrüche benötigen ebenfalls Platz. Umgekehrt bedeutet freie Kapazität nicht zwingend, dass jedes Projekt angenommen werden kann. Entscheidend ist, ob die richtigen Personen und Betriebsmittel zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind.

Von der Übersicht zur Entscheidung

Der Nutzen entsteht erst, wenn aus der Auslastung konkrete Entscheidungen folgen: Termine verschieben, Teams anders zusammensetzen, Fremdleistungen einplanen, Material früher disponieren oder Auftraggebern einen realistischen Start nennen. Die Planung sollte deshalb mit Offerten, Projekten und tatsächlichen Einsätzen verbunden sein.

In der Caturix Planung werden Aufgaben, Mitarbeitende, Fahrzeuge und Maschinen auf einer gemeinsamen Zeitleiste dargestellt. Freie Kapazitäten, Abwesenheiten und Konflikte sind damit nicht in verschiedenen Listen versteckt.

Häufige Fragen zur Auslastungsplanung

Wie wird die Auslastung berechnet?

Vereinfacht wird der geplante Aufwand durch die verfügbare Kapazität geteilt. Aussagekräftiger wird die Kennzahl, wenn sie pro Team, Qualifikation oder Engpassressource betrachtet und um Abwesenheiten sowie interne Arbeiten bereinigt wird.

Welcher Zeitraum ist sinnvoll?

Das hängt von Auftragsdauer und Branche ab. Für viele Handwerksbetriebe hilft eine detaillierte Sicht auf die nächsten Wochen plus eine gröbere Vorschau auf die folgenden Monate.

Ist Auslastungsplanung dasselbe wie Kapazitätsplanung?

Die Begriffe überschneiden sich. Kapazitätsplanung betrachtet die verfügbare Leistungsfähigkeit; Auslastungsplanung stellt dieser Kapazität konkrete und erwartete Arbeit gegenüber. Im betrieblichen Alltag werden beide häufig gemeinsam behandelt.

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