Was ist ein Regierapport?

Ein Regierapport dokumentiert Arbeiten, die nach effektivem Aufwand ausgeführt und abgerechnet werden. Er hält fest, wer was wann geleistet hat und welche Stunden, Materialien, Fahrzeuge oder Maschinen dafür eingesetzt wurden. Damit schafft er eine nachvollziehbare Grundlage für Prüfung und Verrechnung.

Regierapport einfach erklärt

Auf einer Baustelle läuft nicht immer alles exakt nach Leistungsverzeichnis. Ein Detail muss angepasst werden, eine zusätzliche Öffnung wird verlangt oder ein Gerüst muss wegen einer Planänderung umgebaut werden. Wird eine solche Leistung nach dem tatsächlichen Aufwand verrechnet, spricht man von Regiearbeit. Der Regierapport hält diesen Aufwand so fest, dass Bauleitung, Auftraggeber und ausführendes Unternehmen dieselbe Grundlage vor sich haben.

Ein guter Regierapport ist deshalb mehr als ein Stundenzettel. Er verbindet die Beschreibung der ausgeführten Arbeit mit den dafür eingesetzten Ressourcen und dem betreffenden Projekt. Je näher die Erfassung an der Ausführung liegt, desto leichter lassen sich Rückfragen beantworten.

Was gehört in einen Regierapport?

Der genaue Aufbau hängt vom Betrieb und Auftrag ab. In der Praxis sollten mindestens folgende Angaben eindeutig erkennbar sein:

     
  • Projekt, Baustelle und Rapportnummer
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  • Datum sowie verantwortliche Person
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  • verständliche Beschreibung der erledigten Arbeit
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  • Mitarbeitende, Funktionen und geleistete Stunden
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  • verwendetes Material mit Mengen und Einheiten
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  • eingesetzte Fahrzeuge, Maschinen oder Geräte
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  • Fotos oder Bemerkungen, wenn sie den Aufwand verständlicher machen
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  • Preise, Zuschläge oder Rabatte, falls diese auf dem Rapport ausgewiesen werden
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  • Unterschrift oder dokumentierte Rückmeldung der prüfenden Person

Beispiel aus dem Baustellenalltag

Bei einem Fassadengerüst stellt sich am Morgen heraus, dass mehrere Verankerungen wegen einer nachträglich geänderten Leitungsführung versetzt werden müssen. Zwei Mitarbeitende sind je drei Stunden beschäftigt, zusätzlich kommen ein Fahrzeug und Kleinmaterial zum Einsatz. Die Formulierung „Gerüst angepasst“ wäre zu ungenau. Besser ist: „Verankerungen an der Nordfassade gemäss Besprechung mit Bauleitung vom 14. Mai versetzt; Bereiche Achse 3 bis 5; zwei Monteure je drei Stunden; eingesetztes Material siehe Positionen.“ Zwei Fotos machen die Situation auch Wochen später verständlich.

Wann sollte der Rapport erstellt werden?

Am besten wird der Regierapport am selben Tag erfasst. Dann sind Zeiten, Mengen und Absprachen noch präsent. Werden mehrere Tage gesammelt nachgetragen, entstehen schnell unklare Beschreibungen oder fehlende Belege. Bei längeren Arbeiten kann pro Tag oder klarer Arbeitsetappe rapportiert werden.

Die prüfende Person sollte erkennen können, welcher Zusatzaufwand entstanden ist und wodurch er ausgelöst wurde. Gibt es unterschiedliche Auffassungen, gehören Bemerkungen direkt zum Rapport. Eine Unterschrift verbessert die Nachvollziehbarkeit, ersetzt aber keine klare Leistungsbeschreibung und keine vertragliche Prüfung.

Regierapport und Tagesrapport: der Unterschied

Der Tagesrapport dokumentiert den gesamten Baustellentag: ausgeführte Arbeiten, Personal, Material, Lieferungen, Wetter, Fotos und weitere Vorkommnisse. Ein Regierapport konzentriert sich dagegen auf Leistungen, die nach Aufwand geprüft und verrechnet werden sollen. Dieselbe Arbeit kann im Tagesrapport erwähnt und zusätzlich detailliert als Regie erfasst werden.

Digital statt Papierstapel

Bei einem digitalen Regierapport werden Projektangaben übernommen, Mitarbeitende und Ressourcen ausgewählt und Fotos direkt auf der Baustelle ergänzt. Preise können je nach Prozess ein- oder ausgeblendet werden. Nach der Prüfung lässt sich der Rapport als PDF versenden und sein Status vom Entwurf bis zur Verrechnung nachvollziehen. Ein bereits unterschriebener Rapport sollte vor unbeabsichtigten Änderungen geschützt sein.

Mit der Caturix Rapport App können Arbeitsstunden, Fahrzeuge, Maschinen, Material, Kosten, Rabatte, Fotos und Unterschriften in einem Ablauf erfasst werden. Das spart Rückfragen im Büro und sorgt dafür, dass aus geleisteter Arbeit schneller eine prüfbare Grundlage wird.

Kurzcheck vor dem Einreichen

     
  • Ist die Arbeit konkret und für Aussenstehende verständlich beschrieben?
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  • Sind Datum, Personen, Stunden, Material und Geräte vollständig?
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  • Ist erkennbar, wo und weshalb die Zusatzarbeit ausgeführt wurde?
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  • Sind Fotos oder Bemerkungen dort vorhanden, wo sie wirklich helfen?
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  • Wurde der Rapport der richtigen prüfenden Person zugestellt?

Häufige Fragen zum Regierapport

Muss ein Regierapport unterschrieben werden?

Ob und durch wen eine Unterschrift verlangt wird, ergibt sich aus dem vereinbarten Prozess und den Vertragsgrundlagen. In der Praxis schafft eine zeitnahe Prüfung mit Unterschrift oder dokumentierter Rückmeldung Klarheit. Sie macht eine ungenaue Leistungsbeschreibung jedoch nicht automatisch vollständig.

Ist ein Regierapport bereits eine Rechnung?

Nein. Der Rapport dokumentiert Leistung und Aufwand. Die Rechnung übernimmt die geprüften Werte später in den kaufmännischen Prozess und berücksichtigt zusätzlich Konditionen, Mehrwertsteuer und weitere Abrechnungsbestandteile.

Kann ein Regierapport Fotos enthalten?

Ja. Fotos sind besonders hilfreich, wenn sie Ausgangslage, zusätzlichen Aufwand oder ausgeführte Lösung zeigen. Sie sollten mit einer kurzen Beschreibung versehen und direkt dem richtigen Rapport zugeordnet werden.

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